Aktuelles

Forschungsatelier 2026
Intelligenz statt Kupfer

Am 21. Mai 2026 fand bei den Stadtwerken Bielefeld das jährliche Forschungsatelier statt. Unter dem Motto „Intelligenz statt Kupfer“ ging es um innovative Ansätze für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Der ENES e. V. war mit Einblicken in die Forschung der Arbeitsgruppe Netze und Energiesysteme (AGNES) vertreten.

Prof. Dr.-Ing. Jens Haubrock, Gründer des ENES e. V. und Leiter der AGNES, sprach in seinem Impulsvortrag über „Kritische Infrastrukturen und das KRITIS-Dachgesetz“ und darüber, wie sich insbesondere die Energieversorgung resilient und zuverlässig gestalten lässt.

Anschließend stellten Mitarbeitende der AGNES aktuelle Projekte vor, darunter Arbeiten zur Begrenzung der Spannungsvolatilität im Niederspannungsnetz (LVLV), zur probabilistischen Optimierung der Sektorenkopplung sowie zum prognosebasierten Management sektorengekoppelter Systeme in Verteilnetzen. Die Beiträge zeigten, was hinter dem Motto steckt: Intelligente Steuerungs-, Optimierungs- und Prognoseverfahren können bestehende Netze effizienter nutzen, statt allein auf den Ausbau der physischen Infrastruktur zu setzen.

Zum Abschluss kamen die Teilnehmenden in einem offenen Austausch mit den Forschenden ins Gespräch. Der ENES e. V. freut sich, dazu beizutragen, Forschung sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zu fördern.

Energie zum Anfassen beim „Tag voller Energie“ in Bünde

Am 14. Juni 2026 fand bei der Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH (EWB) der diesjährige „Tag voller Energie“ statt. Wie schon in den Vorjahren war der ENES e. V. in Kooperation mit der Hochschule Bielefeld mit einem eigenen Versuchsstand dabei.

An der Experimentierstation „Energie zum Anfassen“ konnten Besucherinnen und Besucher selbst erleben, wie Energie erzeugt, umgewandelt und genutzt wird. Highlight war ein mit einem Generator gekoppeltes Rennrad: Wer kräftig in die Pedale trat, brachte mehrere Lampen zum Leuchten und spürte unmittelbar, wie viel Muskelkraft dafür nötig ist. Das sorgte bei Kindern wie Erwachsenen für Begeisterung.

Erstmals stellten Hochschule Bielefeld und EWB zudem ihr gemeinsames Wasserstoffprojekt vor und zeigten, welche Rolle Wasserstoff künftig für eine nachhaltige Energieversorgung spielen kann.

Der Tag brachte Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch und zeigte einmal mehr: Energie versteht man am besten, wenn man sie selbst ausprobieren kann.

Exkursion zu 50Hertz nach Berlin: Studierende erhalten Einblicke in die Arbeit des Übertragungsnetzbetreibers

Bei ihrer diesjährigen Exkursion nach Berlin erlebten Studierende der Hochschule Bielefeld hautnah, welche Infrastruktur hinter einer sicheren Stromversorgung steht. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jens Haubrock, Gründer des ENES e. V., besuchte die Gruppe den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, einen langjährigen Partner der Hochschule.

Im Mittelpunkt stand das Umspannwerk Neuenhagen, das an das 380-kV-Höchstspannungsnetz angebunden ist und über Netzkuppeltransformatoren die 380-kV- und 220-kV-Ebene verbindet. Von hier aus werden zudem Teile des regionalen Übertragungsnetzes überwacht und gesteuert. Eigens für die Studierenden wurde eine Schalthandlung auf der 220-kV-Ebene durchgeführt, die die komplexen Abläufe und hohen Sicherheitsanforderungen im Netzbetrieb greifbar machte. Eine Führung über das Gelände und eine Live-Schaltung zur primären Leitwarte rundeten das Programm ab.

Im Austausch mit den Fachleuten ging es um den Arbeitsalltag in der Netzführung, Störungs- und Krisenszenarien sowie die Herausforderungen der Energiewende, etwa durch die wachsende Einspeisung erneuerbarer Energien.

Der ENES e. V. unterstützte die Exkursion finanziell und ermöglichte den Studierenden so wertvolle Praxiseinblicke in die Energie- und Netztechnik.